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Gigantisch: Das 24. Donauinselfest im Jahr 2007 war eine Mega-Party mit Mega-Facts!

2.700.000 Menschen kamen 2006 zum Kulturgenuss auf die Donauinsel, 2007 waren es Unwetter bedingt ein paar weniger. Wienerinnen und Wiener, Freiluftfans aus den Bundesländern und dem Ausland machen an drei Tagen das Inselfest wieder zum größten Festival Europas, und – nach dem Carneval in Rio – zum zweitgrößten der Welt. Natürlich stellt das die Organisatoren vor einen riesigen Berg an Aufgaben, die mit Bravour gemeistert werden!

Beinahe ein Monat vor dem Beginn des Mega-Festivals beginnt die heiße Phase der Vorbereitungen. Mastermind Harry Kopietz und das Team der pro-event in Wien-Neubau kommen kaum noch zum Schlafen, denn es muss an jede Kleinigkeit gedacht werden. Noch bevor die Massen die Insel stürmen können, wird das sechseinhalb Kilometer lange Veranstaltungsgelände herausgeputzt und mit jener Infrastruktur versehen, die alle Bedürfnisse der knapp drei Millionen Besuchern an drei Tagen stillen. 150 Mitarbeiter sorgen in der Organisationszentrale dafür, damit alles klappt! Zusätzlich kommen an den Festivaltagen mehr als 1000 ehrenamtliche Helferlein zum Einsatz – ohne sie wäre ein Donauinselfest gar nicht möglich! Von der Sicherheit bis zur Stromversorgung, vom Catering der Stars bis zum Würstelstand, vom Schneiden der Büsche bis zum Versetzen der zahlreichen Kunstwerke auf der Insel – an jedes Detail muss rechtzeitig gedacht werden!

Seit Jahren bleibt zumindest eine Zahl erstaunlicher Weise konstant: Jeder Besucher des Donauinselfests lässt pro Tag knapp 32 Euro auf der Insel, einiges davon wird für knapp 1500 Hektoliter Bier – das sind beachtliche drei Millionen Krügel – ausgegeben.

Schluss mit der Beschaulichkeit: Im Mai wurden auf der Insel mehr als 40 Kilometer Stromkabel verlegt, um die 21 Themen-Inseln und 20 Bühnen mit „Saft“ zu versorgen. Um die Kabel unter die Erde zu bringen, wurde ein eigener Pflug konstruiert, der das Verlegen einfacher macht. Der Stromverbrauch entspricht an den Festivaltagen etwa dem von St. Pölten! Exakt 5765 Meter an Absperrungen müssen angeliefert und in Position gebracht werden, um für die Sicherheit der 2000 KünstlerInnen (das sind mehr als 300 Musik-, Theater- und Kabarettgruppen) und des Publikums zu sorgen. Mehr als 200 Mitarbeiter sind beim Auf- und Abbau der Infrastruktur im Einsatz! Ebenfalls im Vorfeld werden 210 Büro- und Lager-Container angeliefert, hinzu kommen noch 45 Wohnwagen. Damit die drei Millionen Fans auch verpflegt werden können, verwandelt sich die Insel am vorletzten Juni-Wochenende zum Schlaraffenland: 250 Verkaufsstände und Hütten sorgen nebst 130 Zelten für das leibliche Wohl der Besucher und jener Akteure, die für insgesamt 600 Stunden Live-Programm sorgen! Damit man sich auf der Insel auch trifft, werden sechs Info- und Meeting-Points aufgebaut – ein perfekter Ort für das Insel-Date, oder, wenn man sich „verliert“, um sich wieder zu finden.

Was rein kommt, muss wieder raus. Damit das mehr als sechs Kilometer lange Festivalgelände nicht zum größten Open Air-Klo Europas wird, wird auch an die menschlichen Bedürfnisse gedacht. Zu den bestehenden WC-Anlagen, die das gesamte Jahr über Inselbesuchern zur Verfügung stehen, werden nochmals 260 mobile Toiletten, 31 WC-Container und zwei „Klo-Wägen“ aufgestellt. Klar, dass auch bei den Getränken der Umweltschutz oberste Priorität hat: Flüssiges wird in Pfandbechern ausgeschenkt, die bei 22 Rücknahmestellen wieder in bare Euros eingetauscht werden können. Zusätzlich sind alle Gastronomiestände verpflichtet, die Mehrweg-Becher ebenfalls zurück zu nehmen!

Apropos Becher: Das Pfandbechersystem hat sich bewährt. Zu besonderen Anlässen – wie dem „Life Ball“ oder dem DIF – werden Becher mit besonderem Aufdruck in Umlauf gebracht. Sie sind so populär, dass tausende Stück gar nicht mehr retourniert werden. Und: Im Jahr 2005 kamen sogar Trinkgefäße zum Einsatz, die 60 Tage nach dem Wegwerfen zu Erde kompostiert sind. Die Legende sagt, dass auf einigen gebrauchten Donauinselpfandbecher seither Blumen blühen...

Natürlich lassen knapp drei Millionen Besucher auch kräftig Müll auf der Insel. Bis zu 150 Mann der MA48 sind nach dem Fest mit 35 Kleinlastern im Einsatz, um 300 Kubikmeter Fan-Hinterlassenschaften zu beseitigen. Bildlich gesprochen: Türmt man den Mist auf einer Breite von drei Metern einen Meter hoch auf, so ist der Müllberg knapp 100 Meter lang. Es wurde sogar ein riesiger „Inselsauger“ entwickelt – ein überdimensionaler Staubsauger, mit dem größere Flächen einfacher gesäubert werden können. Ein paar Mal kam auch ein Heuwender aus der Landwirtschaft zum Einsatz, um die weggeworfenen „Papierln“ zusammenzukehren. Die 250 Gastro-Verkaufsstände produzieren etwa 1300 Liter Altöl, die nach dem Event mit einem eigenen Spezialfahrzeug entsorgt werden.

Auf einer Briefmarke wurde im Jahr 2004 das Donauinselfest gefeiert. Den Entwurf zu der 55 Cent-Marke lieferte Peter Konkolits, gedruckt wurden 600.000 Stück auf Bögen zu je 50 Marken. Den Ersttagsstempel, der ebenfalls von Konkolits entworfen wurde, gab es ausschließlich während des Inselfests in mobilen Postbussen vor Ort!

Das Feuerwerk, das jedes Jahr für knapp 20 Minuten für „Aahhs!“ und „Oohhs!“ aus hunderttausenden Kehlen sorgt, besteht aus mehr als 4000 einzelnen Explosivkörpern, auch Bomben genannt. Mit ihnen werden etwa 8000 bis 10.000 Einzeleffekte zerzielt. Knapp eine halbe Tonne Material wird an einem Abend verschossen. Bis zu 15 Pyrotechniker sorgen am Veranstaltungstag für die sichere Abwicklung, die Vorbereitung dauert einige Monate.

Auch wenn das riesige Mega-Feuerwerk den Himmel über der Insel der Seeligen erstrahlen lässt, wird das Festival nicht zum Saufgelage. An allen Tagen des Donauinselfests wird durch die Polizei und Securitys streng kontrolliert, dass keine „harten“ Alkoholika zum Fest mitgebracht werden. Im Fall des Falles werden diese noch vor dem Betreten der Insel abgenommen. Zusätzlich werden die Verkaufsstände überwacht, damit an Jugendliche kein Alkohol ausgeschenkt wird. Fun statt Promille – da wurde auch das 24. Donauinselfest zum Mega-Erfolg!

Natürlich klingelt es in der Kasse der Wiener Unternehmen: Mehr als 40 Millionen zusätzliche Euros wurden 2007 durch das DIF in der Stadt ausgegeben, von Nächtigungen im Hotel bis zur Burenwurst am Insel-Standel. Ein kräftiger Impuls, auf den sich die Unternehmer jedes Jahr im Juni freuen können! Alleine die Gastronomie kann etwa 13,7 Millionen Euro Umsatz feiern, mehr als 48.000 zusätzliche Nächtigungen beleben das Hotelleriegewerbe. Gäste aus den Bundesländern und dem Ausland, die ebenfalls zahlreich zum DIF anreisen, geben pro Person bis zu 110 Euro pro Tag aus. Die Kosten von nicht einmal 3,8 Millionen Euro, die der Stadt entstanden sind, sehen im Vergleich geradezu „günstig“ aus.

Viele Informationen rund um das größte Open Air-Spektakel Europas gibt’s natürlich auf „the one and only“ DIF-Homepage: www.donauinselfest.at